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Burg-Pokal hoch zwei in diesem Jahr
Die Elmloher Reitertage sind auch 2025 fester Bestandteil der renommierten Dressurserie Nürnberger Burg-Pokal - und haben dieses Mal sogar einen zusätzlichen Programmpunkt.
Zum fünften Mal in Folge zählt das traditionsreiche Reitturnier zu den exklusiven acht Standorten in Deutschland. „Es ist großartig, dass wir bereits fünf Mal in Folge den Zuschlag für die international bekannte Dressurserie erhalten haben. In Deutschland gibt es lediglich acht Stationen, und wir sind ein Standort davon. Wir erwarten wieder spannenden Sport auf höchstem Niveau“, freut sich Jan Schalk, Turnierleiter Dressur der Elmloher Reitertage. „Alleine diese Liste zu sehen, wo der Burg-Pokal stattfindet und das eigene Turnier darauf zu finden, macht einen einfach stolz als Gesamt-Team. Denn dazu trägt jeder bei. Jeder ehrenamtliche Helfer, jedes Turnierteam-Mitglied.
Sprungbrett für internationale Karriere
Jeder ist ein Stück weit dafür verantwortlich, dass diese Station in Elmlohe Halt macht. Es ist ein tolles Weihnachtsgeschenk für unser Turnierteam“, sagt Schalk.
Zur Einordnung: Insgesamt 165 Championats-Medaillen sind seit 1992 von Pferden geholt worden, deren Stern einst beim Nürnberger Burg-Pokal aufgegangen ist. Diese sind bei Olympischen Spielen, Welt-, Europa- und deutschen Meisterschaften zu gewinnen. Die zu reitende Prüfung St. Georges Special wurde zur ersten Auflage eigens für den Nürnberger Burg-Pokal von Dr. Reiner Klimke und Hans-Peter Schmidt aus der bestehenden Prüfung St. Georg entwickelt. Sie beinhaltet Dreier- und Vierergaloppwechsel sowie halbe Pirouette und als Besonderheit das Rückwärtsrichten auf der Mittellinie - ein besonderer Prüfstein von Durchlässigkeit und Geraderichtung. Daher gilt der Nürnberger Burg-Pokal als eine der bedeutendsten Nachwuchsserien der 7- bis 9-jährigen Dressurpferde im Dressursport und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als Sprungbrett für internationale Karrieren bewährt. Die Qualifikation in Elmlohe lockt daher jedes Jahr zahlreiche Talente und etablierte Reiter mit ihren jungen Pferden in die Region. Das wird auch bei der 74. Auflage vom 31. Juli bis 3. August 2025 so sein.
Dieses Mal kommt sogar ein weiteres Highlight hinzu: das Finale des Nürnberger Burg-Pokals der norddeutschen Junioren. „Ich freue mich riesig, dass das Finale des Nürnberger Burg-Pokals der norddeutschen Junioren in diesem Jahr in Elmlohe stattfindet. Es passt hervorragend ins Konzept. Wir sind auch wieder Qualifikationsstandort für den „großen“ Nürnberger Burg-Pokal – und damit der perfekte Standort für das Nachwuchsfinale“, betont Jan Schalk, Dressur-Turnierchef in Elmlohe und Vorsitzender der Landeskommission.
Nachwuchstalente sammeln Erfahrung
„Unser Konzept, Championatsreiter, Profireiter und Amateure auf einem Turnierplatz zu vereinen, wird dadurch ideal gelebt. Die jungen Nachwuchstalente können in einem hochkarätigen Umfeld wertvolle Erfahrungen sammeln und sich mit den Besten messen und lernen. Das ist genau der Spirit, den wir damit fördern wollen.“
Der Pferdesportverband (PSV) Hannover und die Nürnberger Versicherung haben eine Kooperation beschlossen: Gemeinsam richten sie den Nürnberger Burg-Pokal der norddeutschen Junioren aus. Die Grundphilosophie der Turnierserie ist es, den
Nachwuchs der Landesverbände gezielt zu fördern. Die Struktur orientiert sich an der renommierten „großen“ Turnierserie.
Zunächst fanden mehrere Qualifikationen statt, aus denen sich das Starterfeld für das Finale zusammensetzt. Bei den Junioren bis zum Alter von 18 Jahren sind dies vier Standorte in Norddeutschland, die durch den Pferdesportverband Hannover in den Landesverbänden Hannover, Weser-Ems, Schleswig-Holstein und Hamburg organisiert werden. Nur aus diesen sind auch Reiter zugelassen. Die Ergebnisse werden anhand der Rangierung der jeweiligen Prüfung ermittelt. Es werden ausschließlich die besten 20 Paare einer Prüfung gewertet. Dabei erhält das Siegerpaar 20 Punkte, der Zweitplatzierte 19 Punkte, der Drittplatzierte 18 Punkte usw. Die Ergebnisse der gerittenen Qualifikationsprüfungen werden anschließend aufsummiert und auf Basis dieser Summe eine Rangierung ermittelt. Bei mehr als drei gerittenen Qualifikationsprüfungen pro Reiter zählen die besten drei Wertungen und die zwölf punktbesten Paare qualifizieren sich für das Finale in Elmlohe.
Zusätzlicher Stilpreis im Finale
Allein das Finalergebnis entscheidet über den Sieg in dieser Serie. Im Finale wird ein zusätzlicher Stilpreis vergeben. Der Reiter mit der höchsten Bewertung für „Sitz & Einwirkung“ erhält einen Reithelm als Sonderehrenpreis. „Geritten wird eine Dressurreiterprüfung der Klasse L, das bedeutet es geht um Sitz sowie Einwirkung auf das Pferd, wie die Hilfengebung umgesetzt wird, wie die Balance auf dem Pferd ist und so weiter“, so Schalk. „Im Vordergrund steht, wie der Reiter alles umsetzt. Man will das feinfühlige Reiten, die effektive Hilfengebung in den Vordergrund stellen.“ Bei den Qualifikationen ist der Start mit mehreren Pferden möglich, für das Finale ist jeder Teilnehmer nur mit einem Pferd startberechtigt.
Burg-Pokal und Elmlohe, eine besondere Beziehung
Der Nürnberger Burg-Pokal und Elmlohe haben eine ganz besondere Verbindung: Ein von Christian Pfeil aus Elmlohe gezüchtetes Pferd, Elvis VA, ist seit 2004 Rekordhalter im Finale mit über 81 Prozent. Eine Leistung, die bis heute unerreicht bleibt. Dieses historische Ergebnis unterstreicht die enge Verbindung zwischen der regionalen Pferdezucht und dem internationalen Spitzensport, die die Elmloher Reitertage zu etwas Einzigartigem machen.