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Ein Ritterschlag für Elmlohe

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Eine Premiere jagt die nächste. Im vergangenen Jahr durften sich die Elmloher Reiertage erstmals mit einer Qualifikation für den Louisdor-Preis schmücken und überzeugte die Verantwortlichen so sehr, dass gleich der Zuschlag für 2020 folgte....

Eine Premiere jagt die nächste. Im vergangenen Jahr durften sich die Elmloher Reiertage erstmals mit einer Qualifikation für den Louisdor-Preis schmücken und überzeugte die Verantwortlichen so sehr, dass gleich der Zuschlag für 2020 folgte. Doch damit nicht genug. Bei der 70. Auflage vom 30. Juli bis 2. August gibt es noch einen Knaller mehr: die Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal.

 

Während sich der Louisdor-Preis an acht- bis zehnjährige Nachwuchsdressurpferde auf Grand-Prix-Niveau richtet und somit Piaffe und Passage als Höchstschwierigkeiten beinhaltet, gilt der Nürnberger Burg-Pokal weltweit als bedeutendste Turnierserie in der Nachwuchsförderung der sieben- bis neunjährigen Dressurpferde auf St.-Georg-Special-Niveau. Diese wurde zur ersten Auflage eigens für diese Prüfung von Dr. Reiner Klimke aus der bestehenden Prüfung St. Georg entwickelt und beinhaltet Dreier- und Vierergaloppwechsel sowie halbe Pirouette sowie als Eigenart das Rückwärtsrichten auf der Mittellinie – als einzige Prüfung überhaupt. Nur zwölf Turniere in der ganzen Bundesrepublik bekommen den Zuschlag – Elmlohe gehört dazu.

Die beiden bedeutendsten Dressurserien

 

 

„Die Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal der Dressurreiter 2020 und gleichzeitig die Qualifikation zur Finalqualifikation des Louisdor-Preises in Elmlohe zu haben, ist absolut überwältigend. Damit sind die beiden bedeutendsten Dressurserien bei uns vertreten. Das ist großartig“, sagt Jan Schalk, Dressurverantwortlicher des Turniers. „Alleine die Final-Liste aus dem Jahr 2019 lässt auf Spitzensport hoffen. Da standen unter anderem Helen Langehanenberg, Matthias Bouten, Dorothee Schneider, Thomas Wagner und Hubertus Schmidt auf der Starterliste.“ Am Ende setzte sich Isabel Freese mit Total Hope OLD durch. Das Pferd hat alles in die Wiege gelegt bekommen, was ein Dressurpferd braucht: Vater Totilas war einst der beste Dressurhengst und Mutter Weihegold die beste Stute der Welt.

 

 

Es gibt auf jedem ausgewählten Turnier eine Einlaufprüfung und eine Qualifikationsprüfung. Aus dieser Qualifikationsprüfung löst nur das Siegerpaar das begehrte Finalticket. Jahr für Jahr wird das große Finale dieses Preises beim Internationalen Festhallen Reitturnier in Frankfurt ausgetragen. Zum 29. Mal fördert die Nürnberger Versicherung junge Dressurpferde auf dem Weg in den Spitzensport. Zudem ist der Zuschlag auch für den hiesigen Reiter-Nachwuchs von Bedeutung. Die Qualifikation ist an einen Nürnberger-Burg-Pokal-Führzügel-Wettbewerb für Kinder gekoppelt. Auch dieses Finale wird beim Internationalen Festhallen Reitturnier ausgetragen.

Investitionen zahlen sich aus

 

 

Insgesamt 136 Championats-Medaillen sind seit 1992 von Pferden geholt worden, deren Stern einst beim Nürnberger Burg-Pokal aufgegangen sind. Diese sind bei Olympischen Spielen, Welt-, Europa- und deutschen Meisterschaften zu gewinnen.

 

 

Kein Wunder, dass Dressur-Bundestrainer Jonny Hilberath, der viele Jahre lang in Elmlohe gelebt hat, betont: „Herzlichen Glückwunsch. Elmlohe ist ein super Standort. Beide Dressurserien zu haben, ist einfach großartig und das gibt es nicht so oft. Das wird toller Sport.“

 

Die Investitionen in die Dressurvierecke haben sich für die Elmloher Reitertage somit ausgezahlt. Rund 450 000 Euro hatten die Organisatoren 2018 in neue Reitböden investiert. In drei Top-Vierecke und Abreiteplätze mit Ebbe-und-Flut-System, das für alle Wetterlagen perfekte Bedingungen für Pferd und Reiter garantiert. Bei großer Trockenheit bleibt der Sand fest und griffig, bei Regenmassen kann das Wasser schnell abfließen und wird aufgefangen, um bei Bedarf den Boden automatisch von unten zu bewässern wie in einem Badewannensystem.

Auch im Springen wird nachjustiert

 

„Vier-Sterne-Springen, Vier-Sterne-Dressuren, Qualifikation Louisdor-Preis, Qualifikation Nürnberger Burg-Pokal gepaart mit unseren Kreisprüfungen. Besser geht es eigentlich nicht. Wir, Zuschauer, Sponsoren, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Züchter sowie die Reiterinnen und Reiter aus unserer Region können sich wirklich auf ein tolles Turnier freuen“, betont Jan Schalk.

 

Und Turnierleiter Hartmut Cordes erklärt: „Das ist ein absoluter Ritterschlag. Wir sind stolz. Jetzt heißt es aber auch: Ärmel hochkrempeln und das Dressurstadion für die Zuschauer noch attraktiver machen. Die Zuschauer und Züchter dürfen sich aber auch im Springbereich freuen. Auch da haben wir nachjustiert.“