Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Turnier

Artikel

Emotionaler dritter Streich

News

Irres Tempo, enge Wendungen und ganz viel Sprungvermögen: Carsten-Otto Nagel schnappte sich zum Abschluss der Elmloher Reitertage auf der erst neunjährigen Stute L’Esperance den Sieg beim sportlichen Höhepunkt des Turniers, dem Großen Preis. Erster...

Irres Tempo, enge Wendungen und ganz viel Sprungvermögen: Carsten-Otto Nagel schnappte sich zum Abschluss der Elmloher Reitertage auf der erst neunjährigen Stute L’Esperance den Sieg beim sportlichen Höhepunkt des Turniers, dem Großen Preis.

Erster Sieg 1992

 

Es war bereits sein dritter Streich. Seinen ersten Triumph errang der Springreiter aus dem schleswig-holsteinischen Norderstedt-Garstedt bereits 1992 auf dem Rücken von Franziska. 2005 trug er sich mit Chienos in die Siegerliste ein. Den ersten Erfolg unterschlugen die Ansager zwar, doch das nahm der Welt- und Europameister mit einem Lächeln. „Vielleicht wollten sie es nicht erwähnen, um mein Alter nicht zu verraten“, sagte der 55-Jährige. „Mit 14 Jahren war ich das erste Mal hier. Elmlohe war immer das Highlight des Jahres. Und jetzt steh ich hier und freu mich immer noch wie ein kleiner Junge.“

 

 

Denn auch für einen erfahrenen Springreiter wie ihn ist ein Sieg in einem Vier-Sterne-Springen nicht alltäglich. „Es ist immer was ganz Besonderes, hier zu gewinnen und ich bin unglaublich stolz auf mein Pferd. Es ist der erste Sieg mit ihr“, erklärt er den speziellen Moment, der ihn sichtlich rührte. „Die ersten Tage hat sie sich noch etwas schwergetan hier auf dem Platz, aber im Stechen habe ich dann alles riskiert und auch ein bisschen Glück gehabt.“ Denn der Zweitplatzierte Gastreiter Gaj Riossa aus Slowenien war nur 75 Zehntel langsamer – ein Wimpernschlag.

Wassergraben als Hürde

 

 

An den Sieg hatte Carsten-Otto Nagel im Vorfeld auch gar nicht gedacht, denn L’Esperance tat sich zuletzt sehr schwer am Wassergraben. „Das haben wir sehr intensiv trainiert, und es war mein erstes Ziel, dass es hier klappt“, berichtete der Sieger. Und wie es klappte. Die junge Stute zögerte nicht einen Moment, sondern sauste wie ein Wirbelwind durch den Parcours. Da wollte der Reiter in Nichts nachstehen. In seinem gewonnenen VW up raste Carsten-Otto Nagel über den Hauptplatz und driftete in den Kurven wie ein Motorsportler. Da wirkten die Hindernisse wie Slalomstangen.

 

 

Etwas weniger Glück hatte Lokalmatador Hans-Jörn Ottens aus Loxstedt, der zuvor beide Qualifikationsprüfungen der großen Tour gewonnen hatte. Im Stechen legte er mit Edonja zwar die drittschnellste Runde hin, hatte am Einsprung der zweifachen Kombination aber einen Abwurf und wurde am Ende Siebter.